Michaelis - Ev.-luth. Kirchengemeinde Hannover-Ricklingen

Der Michaelis-Friedhof

Ev.-luth. Michaelisfriedhof, An der Bauerwiese

Ev.-luth. Michaelisfriedhof, An der Bauerwiese

In deine Hände lege ich voll Vertrauen meinen Geist;
du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott.
(Psalm 31,6)

Der Michaelis-Friedhof gehört zu den wenigen kirchlichen Friedhöfen – einer von zehn -, die heute noch im Betrieb sind. Mit seinen 2 Hektar ist er zwar recht klein, aber dadurch auch überschaubar, und dies schätzen viele Angehörige.

Er wurde 1856 angelegt. Ricklingen hatte damals knapp 900 Einwohner. Der kleine Kirchhof an der Edelhofkapelle war schon lange aufgegeben worden. Die Verstorbenen mussten bis zur Eröffnung des neuen Friedhofes in Linden beerdigt werden. 1908 konnte dann auch die von den Ricklinger Bürgern Heinrich und Wilhelm Stamme und Theodor Knust gestiftete Kapelle eingeweiht werden.

Der Michaelis-Friedhof

Immer wieder wird die Frage gestellt, ob auf dem Michaelis-Friedhof noch die Möglichkeit besteht, eine Grabstätte zu erwerben. Diese Möglichkeit besteht, und zwar nicht nur für die Mitglieder der Michaelis-Gemeinde sondern auch für die Mitglieder der Ev.luth. und der kaholischen Kirchengemeinden im Raum Hannover und auch für Personen, die keiner Konfession angehören. Allerdings sind freie Redner auf dem Michaelis-Friedhof nicht zugelassen.

In den letzten Jahren hat der Wunsch nach einer Urnenbestattung auch auf unserem Friedhof zugenommen und gleichzeitig werden nach Ablauf der Ruhezeiten (20 Jahre) Familiengrabstätten zurückgegeben. Dadurch sind wieder Grabstätten frei geworden und können nun erworben werden.

Dabei handelt es sich um Wahlgrabstätten, für Erd- und Urnenbestattungen sowie um Urnenreihengrabstätten und pflegefreie Urnen- und Erdreihengrabstätten in einem Rasenfeld.

Generell werden die Grabstätten für 20 Jahre verliehen. Die Wahlgrabstätten können aber nach Ablauf der Ruhezeit verlängert werden, so können sie also über mehrere Jahrzehnte im Nutzungsrecht einer Familie bleiben.

Dann besteht jedoch auch die Pflicht, diese Grabstätten zu pflegen oder aber in Pflege bei unserem Friedhofsgärtner oder einem auf dem Friedhof zugelassenen Gärtner zu geben.

Der Michaelis-Friedhof ist nicht nur eine ortsnahe Bestattungsstätte, auf der man die Namen vieler Ricklinger Familien und interessante alte Grabsteine findet, sondern auch ein Stück öffentliches Grün in unserem Stadtteil und ein Ort der Stille.

Im Sommer 2011 haben wir die Gruft, die sich unterhalb der Friedhofskapelle befindet und im Jahr 2012 die Friedhofskapelle von außen saniert.

Wir sind bemüht, unseren Friedhof, soweit dies finanziell möglich ist, immer intensiv zu pflegen.

Die Friedhofskapelle

Die Friedhofskapelle

Die Friedhofskapelle wurde 1907 von den Ricklingern Ziegeleibesitzern Heinrich und Wilhelm Stamme und Theodor Knust gestiftet und am 29.9.1908, dem Michaelistag, eingeweiht. Der Architekt der im romanischen Stil erbauten Kapelle war der damals sehr gefragte Hermann Schaedtler (1857 – 1931). In Hannover und Umgebung sind noch viele Beispiele seiner Arbeit zu sehen. Um nur zwei Beispiele zu nennen: Die Seligmann Villa in der Hohenzollerstraße und der Lister Turm.

Unterhalb des Altarraumes der Kapelle befindet sich eine Gruft für die Stifterfamilien.

Für Trauerfeiern steht die Friedhofskapelle nach wie vor zur Verfügung. Hier finden ca. 60 Trauergäste Platz. Eine Außenübertragung der Trauerfeier ist ebenfalls möglich.

Freireligiöse Trauerfeiern sind in der Friedhofskapelle nicht gestattet.

In der Friedhofskapelle
In der Friedhofskapelle

Es besteht die Möglichkeit, mit Zustimmung des Kirchenvorstandes, eine Trauerfeier mit weit mehr Trauergästen auch in der Michaeliskirche vorzunehmen.

Grabarten

Auf dem Ev.-luth. Michaelis-Friedhof stehen die nachfolgenden Grabarten zur Verfügung:

Erdwahlgrabstätten:

Eine Erdwahlgrabstätte kann aus einer oder mehreren Grabstellen bestehen. Je Grabstelle können 1 Sarg und bis zu 3 Urnen beigesetzt werden. Die Ruhezeit beträgt 20 Jahre. Nach Ablauf der Ruhezeit kann die Erdwahlgrabstätte neu erworben werden.

Bei einer Beisetzung verlängert sich das Nutzungsrecht für die gesamte Erdwahlgrabstätte bis zum Ablauf der Ruhezeit. Die Gebühren für die Verlängerung richten sich nach der jeweils gültigen Gebührenordnung.

Beispiel:

Eine Erdwahlgrabstätte wurde im Jahr 2000 erworben und im Jahr 2006 erfolgt eine weitere Beisetzung, so muss die gesamte Grabstätte um weitere 6 Jahre verlängert werden.

Urnenwahlgrabstätte:

Eine Urnenwahlgrabstätte kann aus einer bis zu vier Grabstellen bestehen. Die Ruhezeit beträgt 20 Jahre. Nach Ablauf der Ruhezeit kann die Urnenwahlgrabstätte neu erworben werden.

Soweit sich aus der Friedhofsordnung nichts anderes ergibt, gelten die Vorschriften für Erdwahlgrabstätten auch für Urnenwahlgrabstätten.

Urnenreihengrabstätten:

Urnenreihengrabstätten sind Grabstätten, die der Reihe nach mit nur einer Urne belegt werden können. Sie werden erst im Todesfall für die Dauer der Ruhezeit von 20 Jahren zur Beisetzung der Asche vergeben. Das Nutzungsrecht kann nicht verlängert werden.

Pflegefreie Erd- und Urnenreihengrabstätten sowie pflegefreie Urnendoppelreihengrabstätten:

Pflegefreie Erdreihengrabstätten und pflegefreie Urnenreihengrabstätten werden mit einer Stelle für die Dauer der Ruhezeit von 20 Jahren vergeben. Pflegefreie Urnendoppelreihen- grabstätten werden mit zwei Stellen für die Dauer der Ruhezeit von 20 Jahren vergeben.

Sofern eine Vergabe vor dem Todesfall stattfindet, wird das Nutzungsrecht nicht an einer bestimmten Grabstätte erworben, sondern an einer Grabstätte, die sich in einer Reihe der für pflegefreie Grabstätten ausgewiesenen Abteilung befindet.

In diesem Fall, findet also die Belegung in der Reihenfolge der Bestattungen statt; die Nutzungszeit beginnt jeweils mit dem Tag der Bestattung. Das Nutzungsrecht kann nicht verlängert werden.

Bei pflegefreien Erd- und Urnenreihengrabstätten sowie pflegefreien Urnendoppelreihen- grabstätten veranlasst der Friedhofsträger das Setzen der Grabplatte.

Die Grabplatte ist bei pflegefreien Erdreihengrabstätten ca. 0,50 m lang und ca. 0,50 m breit und bei pflegefreien Urnenreihengrabstätten ca. 0,30 m lang und ca. 0,40 m breit. Sie trägt als Inschrift jeweils den Namen sowie das Geburts- und Sterbejahr des Beigesetzten.

Die Grabplatte bei pflegefreien Urnendoppelreihengrabstätten insgesamt ca. 0,60 m lang und ca. 0,40 m breit. Die Grabplatte ist jeweils diagonal geschnitten, so dass die Gedenksteine bei der weiteren Belegung wieder zusammengefügt werden. Die zu erst verlegte Grabplatten- hälfte trägt den Nachnamen sowie Vornamen, Geburts- und Sterbejahr. Der bei der weiteren Belegung zu erstellende Gedenkstein trägt dann die Daten des dort Beigsetzten.

Pflegefreie Erd- und Urnenreihengrabstätten sowie pflegefreie Urnendoppelreihengrab-stätten werden vom Friedhofsgärtner gepflegt. Eine Individualpflege ist nicht gestattet, dies gilt auch für das Ablegen von Blumen, Schalen oder Gestecken auf der Grabstätte.

Friedhofsgebühren

Weitere Gebühren

Bekanntmachungen

Sehr geehrte Nutzungsberechtigte!

Aktuell vom 26. Januar 2017

 

Auf dem Friedhof sind einige unserer Bäume krank bzw. treiben nicht mehr aus, so dass sich in den Baumkronen Totholz ansammelt.
Eine Baumkontrolle und das Einschalten der Stadt Hannover hat ergeben, dass sechs Bäume auf dem Friedhof gefällt werden müssen, damit die Verkehrssicherheit auf dem Friedhof gewährleistet ist.
Des Weiteren sind auf dem Friedhof neue pflegefreie Grababteilungen anzulegen.

Wir bitten Unannehmlichkeiten durch Baustellen auf dem Friedhof zu entschuldigen und bemühen uns diese Maßnahmen so schnell es eben geht zu beseitigen.

Download: Friedhofsordnung (FO) für den Friedhof der Ev.-luth. Michaelis-Kirchengemeinde in Hannover-Ricklingen (PDF / 117 KB)

Aktuell vom 1. Dezember 2015

 

Ab 1. Januar 2016 ändern sich die Friedhofsgebühren.
Die Friedhofsgebühren sind im Jahr 2015 einer Neukalkulation unterzogen worden. Hierbei hat sich ergeben, dass eine Gebührenerhöhung an manchen Stellen nötig ist.
Die ab 01.01.2016 geltenden Gebühren entnehmen Sie bitte dem Punkt „Friedhofsgebühren“.
Für weitere Rückfragen steht Ihnen die Friedhofsverwaltung selbstverständlich gerne zur Verfügung.

In den letzten Jahren hat sich die Bestattungskultur sehr verändert. Dies wirkt sich auch auf den Michaelisfriedhof aus. Es werden immer mehr Urnengräber erworben, oftmals auch die pflegefreie Grabstellen bevorzugt gewählt. Viele Familiengrabstellen werden nach Ablauf der Liegefrist zurückgegeben und nicht neu erworben. So haben wir in den Jahren eine nicht unbeträchtliche Zahl von freien Grabplätzen bekommen. Der Kirchenvorstand hat nun beschlossen, dass auch Menschen, die keiner Konfession angehören, Grabstellen auf dem Michaelisfriedhof erwerben können. Die Trauergottesdienste können aber nach wie vor nur von Geistlichen gehalten werden. Es wird auch immer wieder gefragt, ob man Grabstellen schon zu Lebzeiten erwerben kann. Ja, auch dies ist möglich. Falls Sie Fragen haben oder Auskünfte über unseren Friedhof haben möchten, wenden Sie sich bitte an unsere Friedhofsangestellte Frau Müller, Tel. 0511 / 41 08 97 90.

In den letzten Jahren hat die Nachfrage nach pflegefreien Grabstätten auf auf dem Michaelis-friedhof stark zugenommen. Häufig sind keine Angehörigen vor Ort, die die Pflege der Grab- stätten übernehmen können. Bislang war es nur möglich, eine pflegefreie Einzelreihengrab-stätte zu erwerben. Ehepartner und Menschen, die sich nahe standen, konnten deshalb nicht nebeneinander beerdigt werden. Oftmals wurde bei uns nach einer solchen Möglichkeit nachgefragt. Deshalb hat der Kirchenvorstand beschlossen, eine Abteilung mit pflegefreien Doppelurnenreihengräbern auf dem Michaelisfriedhof einzurichten.

Wir möchten Ihnen mitteilen, dass der Kirchenvorstand der Ev.-luth. Michaelisgemeinde beschlossen hat, dass es grundsätzlich untersagt ist, Grabstätten mit Folie abzudecken. Auch ist es nicht erlaubt, Grabstätten mit Kiesel pp. abzudecken oder auch Folie mit Kieseln oder Erde pp. abzudecken.

Des weiteren ist es untersagt, Grabstätten mit Rindenmulch abzudecken.

Wir dürfen Sie bitten, diese Beschlüsse zu beachten!

Die Bäume auf dem Friedhof wurden teilweise aufgeastet, d.h. Entfernen von trockenem Gehölz um damit stärkeren Wuchs zu schaffen. Außerdem kann so ein besserer Lichteinfall auf die Gräber geschaffen werden und die Grabbepflanzung besser gedeihen.